Fachartikel des Bundesverbandes Finanz-Planer e.V.

Bauzinsen aktuell

Bauzinsen aktuell

Bei einer Baufinanzierung ist es nicht nur wichtig, ein gewisses Eigenkapital aufzubauen, sondern auch einen zinsgünstigen Kredit zu finden. Es ist ebenso wichtig, die Bauzinsen aktuell im Blick zu haben, um den richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme eines Immobilienkredites zu planen. Wer aufmerksam die aktuellen Bauzinsen verfolgt, wird eines bemerkt haben: Der Zeitpunkt ist günstig. Wie es um die Bauzinsen steht und warum das so ist, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Bauzinsen aktuell: So steht es um die Bauzinsen

Die Bauzinsen liegen aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau. Das war schon im Jahr 2019 der Fall, wird im Jahr 2020 weitergeführt und es bestehen gute Aussichten, dass die niedrigen Zinsen bis ins Jahr 2021 bestehen bleiben. Bauherren und Immobilienkäufer können sich also freuen, denn sie müssen für das Darlehen von der Bank geringere Gesamtkosten einkalkulieren. Je höher die aktuellen Bauzinsen sind, desto teurer wird es, sich Geld von der Bank für eine Immobilie zu leihen. Am Ende der Zinsbindung bleibt eine niedrigere Restschuld übrig als zu Zeiten von hohen Zinsen.

Wo die Bauzinsen aktuell stehen, entnehmen Sie ganz einfach unserem aktuellen Zinstableau. Fragen Sie sich, ob der Zeitpunkt zum Beantragen eines Baukredites noch günstiger werden kann? Dann behalten Sie unseren Bauzinsen-Ticker im Auge. Schauen Sie sich zur Antwort auf diese Frage aber auch den historischen Verlauf der Bauzinsen an.

Bauzinsen aktuell und historisch: Die langfristige Entwicklung

Um einen günstigen Zeitpunkt zur Baufinanzierung abzupassen, ist es wichtig, die Bauzinsen aktuell zu kennen. Sind sie besonders niedrig, ist der Zeitpunkt günstig. Sind sie besonders hoch, sollten Sie lieber auf günstigere Konditionen warten. Doch was bedeutet Warten? Was bedeutet, sofort zuschlagen? Könnte Ihnen damit ein besseres Angebot entgehen?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten und daher oft eher schwammig statt präzise. Das liegt an der Ungewissheit, die der Entwicklung des Marktes innewohnt. Zu einem gewissen Maße sind die unterschiedlichen Bewegungen am Markt vorhersehbar. Doch ein einschneidendes Ereignis kann alle Entwicklungen innerhalb kurzer Zeit umwerfen.

Der Zinstrend für die Zukunft lässt sich nur schwer vorhersagen. Ein Blick auf ihre historische Entwicklung ist dagegen einfach.

Können Sie anhand der Vergangenheit abschätzen, wie es weitergehen könnte? Wir wissen nicht, welche unvorhergesehenen Ereignisse die Entwicklungen beeinträchtigen. Aktuell bewegen sich die Bauzinsen seitwärts mit einer leichten Abwärtstendenz. Das ist bereits seit 2019 der Fall, nachdem die Bauzinsen nach einer jahrelangen Seitwärtsbewegung im Jahr 2018 schließlich gefallen sind. Generell bewegen sich die Bauzinsen seit dem Jahr 2008 mit einigen Ausnahmen tendenziell abwärts und nähern sich nun sogar dem Nullniveau – „Negativzinsen in der Baufinanzierung“ wird es diese jemals geben? Anhand der historischen Entwicklung ist eine weitere Seitwärts-Abwärts-Bewegung für das nächste Jahr anzunehmen.

So setzen sich Ihre Bauzinsen zusammen

Bauzinsen aktuell vorherzusagen ist schwierig und nicht nur anhand ihrer historischen Entwicklung abzusehen. Die Bauzinsen werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Zunächst einmal haben nicht nur Sie (durch mehr Einsatz von Eigenkapital) und Ihr Darlehensgeber Einfluss auf die Zinssätze, sondern auch der Staat und die Europäische Zentralbank. Genießt der Staat aktuell eine hohe Bonität, sind Zinsen auf Immobilienkredite ebenfalls niedrig. Das liegt an einer Verkettung von Umständen. Ist die Bonität eines Landes hoch, sind seine Staatsanleihen sehr begehrt. Die hohe Nachfrage führt zu niedrigen Zinsen für Staatsanleihen und damit auch zu niedrigen Zinsen von Pfandbriefen, aus denen die Banken die Baukredite refinanzieren. Dies ist auch ein Grund für die aktuell niedrigen Bauzinsen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) übt ihren Einfluss auf die aktuellen Bauzinsen über den Leitzins aus. Dieser legt den Preis fest, zu dem sich Banken mit Geld der Zentralbank versorgen. Zurzeit liegt dieser etwa bei 0 Prozent, das heißt, Banken können sich kostenlos Geld von der EZB holen. Andererseits kostet es wiederum, Geld bei der EZB zu parken. Das Ziel der Geldpolitik ist es also, das Geld im Umlauf zu haben, statt Sparsamkeit zu fördern. Das macht die aktuellen Bauzinsen so besonders günstig.

Weitere Einflussfaktoren auf Ihre Bauzinsen stellen Sie selbst. Die Höhe Ihrer persönlichen Bauzinsen hängt vom Eigenkapital, der Bonität, der Zinsbindung, der Tilgungshöhe und ihren persönlichen Vereinbarungen zum Beispiel über Sondertilgungen ab. Grob kann man sagen, je höher das Eigenkapital, je besser die Bonität, je kürzer die Zinsbindung, je höher die Tilgungsrate und je weniger Sondervereinbarungen, desto niedriger sind Ihre Bauzinsen.

So profitieren Sie von den aktuellen Bauzinsen

Sollten Sie eine lange Zinsbindung vereinbaren und dafür höhere Zinsen in Kauf nehmen, um länger von den allgemein niedrigen Zinsen zu profitieren? Sollten Sie noch warten oder die Bauzinsen aktuell nutzen? Wie können Sie bei Immobilienkrediten noch mehr sparen? Die unabhängigen Finanz-Experten des Bundesverband Finanz-Planer e.V. beantworten Ihnen diese Fragen und finden den passenden Weg für Sie zu Ihrer Baufinanzierung. Suchen Sie gleich hier nach einem Berater in Ihrer Nähe und kontaktieren Sie ihn!

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